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Nahezu alle Aufnahmen der klassischen Tangos bis ca.1960 stammen von Schellackplatten. Von da wurden sie in die verschiedensten Formate digitalisiert, mehr oder minder gut restauriert und auf CD oder anderen Datenträgern verewigt. Doch die digitalen, komprimierten Dateien verändern auch den Klang. Kritiker sagen: das zerstört die Qualität der Musik. Das digitale Format staucht Musik teilweise auf ein Zehntel der ursprünglichen Größe zusammen. Dabei werden Töne entfernt, die das menschliche Ohr theoretisch nicht wahrnimmt, etwa besonders tiefe oder besonders hohe Klänge. Auch beim Entfernen der Rumpel-,Knack- und Knistergeräusche, die beim mechanischen Abtasten der Platten entstehen, werden angrenzende Toninformationen ausradiert oder verändert. Die CD stellt keine Frequenzen über 20.000 Herz dar und entfernt damit weitere Klanginformationen, die das Gehirn möglicherweise unbewusst wahrnimmt. Audiophile Fans sehen im MP3-Format die Steigerung der CD-Misere.
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